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#8sammeln am 8.Februar 26

Heute ist Sonntag, der 8. Februar – es war ein ganz gemütlicher Tag. Drinnen warm und draußen kalt, um die Null Grad. Der Schnee, der vorletzte Woche gefallen ist, liegt immer noch. Unentschlossen, taut ein bisschen, friert dann wieder. Ab und zu fallen ein paar Schneeflöckchen wie Puderzucker. 

Der Februar hat begonnen und den Januar abgelöst. Vorbei ist das Gefühl eines neuen Jahres, eines ungeschriebenen Kapitels, das nur gefüllt werden will. Auch hier spüre ich Unentschlossenheit, denn der Frühling, der alles sprießen lassen wird, ist noch nicht da. 

Und so treibe ich durch den Tag – unentschlossen, welche Richtung ich dem Tag geben will: Gemütlich? Nur Couch-Potato? Oder doch ein bisschen schreiben? Kreativ werden? Oder noch extremer? Büro-Dinge angreifen? Nein, das auf gar keinen Fall. 

Ich schiebe die Entscheidung auf: „voller Unentschlossenheit“ sagt mein innerer Kritiker. „Voller Vertrauen und Kontakt zu meinen Bedürfnissen“ sagt meine liebevolle innere Stimme – und lebe dann in den Tag hinein. 

Jetzt am Ende des Tages bin ich überrascht „Wie viel ich erlebt habe“ (mein innerer Kritiker) bzw. „Welch erfüllter Tag das geworden ist – in aller Langsamkeit & mit achtsamen Momenten“ (meine liebevolle innere Stimme). 

Einige, genauer gesagt 8, meiner achtsamen Momente werde ich mit dir teilen. Schließlich ist der 8. des Monats und Susanne Wagner von atemsinn.ch lädt uns mit #8sammeln genau dazu ein: 8 achtsame Momente sammeln. Vielen lieben Dank, Susanne. 


Diese Momente haben meinen achtsamen, unentschlossenen Tag bereichert


Meine 8 Momente des WASSERS

  1. Ein Eiswürfel im Bauch
  2. Wenn Wasser aufsteigt – und einfach verschwindet
  3. Zwischen heiß und kalt: Tee und Verlorensein im Moment
  4. Heiß oder kalt: Wenn Wasser Haut berührt
  5. Lachen, bis die Tränen kommen
  6. Schweiß auf der Stirn: emotionales Wasser
  7. Eiskristalle & Metamorphose
  8. Spuren in gefrorenem Wasser


Ein Eiswürfel im Bauch

Wie jeder Morgen beginnt mein Tag mit einem Glas Wasser mit Zitrone und Salz. Nicht wie jeden Morgen ist es entweder über Nacht SEHR kalt gewesen, oder ich bin heute empfindlicher (mein innerer Kritiker) oder achtsamer (meine liebevolle innere Stimme) – schon im Mund empfinde ich die Kälte des Wassers als unangenehm, ich muss mich überwinden zu schlucken. Und als es endlich in meinem Magen ankommt, fühlt es sich an, als hätte ich einen Eiswürfel geschluckt. In mir zieht sich alles zusammen. Kurz halte ich die Luft an und warte, dass es vorbei geht.
Als mir das bewusst wird, atme ich langsam weiter. Und warte weiter darauf, dass es vorbei geht. 

Wahrscheinlich entspringt es meiner Einbildung, aber ich habe das Gefühl, dass dieser Eiswürfel in mir noch nach Minuten zu spüren ist. 

Ich mache mir eine geistige Notiz: morgen nehme ich auf jeden Fall warmes Wasser! Brrr. 


Wenn Wasser aufsteigt – und einfach verschwindet 

Wenig später sitze ich, dick in Schal, Fleecejacke und Decke gehüllt, draußen. Wie häufig am Morgen gebe ich mir die Chance langsam wach zu werden, frische Luft zu atmen und meine Gedanken zu sortieren. Heute brauche ich nicht mehr „langsam wach werden“. Dank des Eiswürfels in meinem Bauch bin ich hellwach. Auch dank des Eiswürfels habe ich heute eine Tasse Tee dabei, statt des üblichen Cacaos. 

Jetzt kann ich in aller Langsamkeit beobachten, wie Wasserdampf aus meiner Tasse aufsteigt. Fast durchsichtige Schwaden steigen in die Luft und verlieren sich da. Wo sie enden, kann ich gar nicht genau erkennen. Es macht Spaß, den Moment zu suchen, zu sehen, wo genau sie aufhören, sich in der kalten Morgenluft verlieren. Wasser, das in der Luft verschwindet. 

Das erfüllt mich mit Freude und ich spüre, wie ein Lächeln auf meinem Gesicht erscheint. Das freut mich noch mehr. Jetzt lache ich sogar auf. Deswegen. 

So viel Freude, wegen Wasser, das als Dampfschwaden aus einer Tasse aufsteigt. Der Tag ist gerettet. 


Zwischen heiß und kalt: Tee und Verlorensein im Moment

Als der Strom der Dampfschwaden, die aus meiner Tasse aufsteigen, versiegt – auch das kann ich nicht auf den Punkt bestimmen, auf einmal war es einfach vorbei – erinnere ich mich, dass ich heute schon einmal zu kaltes Wasser getrunken habe, und probiere vorsichtig an meinem Tee. 

Lauwarm. So mag ich ihn nicht. Das ist schade, aber die Freude war es wert. Ich habe mich vorhin einfach im Moment verloren. 

Jetzt verliert sich mein Blick in der Teetasse. Genauer gesagt auf der spiegelnden Wasseroberfläche. Teeoberfläche? Mein Blick verliert sich in der Farbe. Sie ändert sich. Sanfte Wellen laufen durch meine Tasse und lassen die Farben spielen…


Heiß oder kalt: Wenn Wasser Haut berührt

Als ich im Laufe des Vormittags dusche, begegne ich wieder -zunächst ganz schön kaltem- Wasser. Vorzeitig halte ich eine Hand unter die Brause, nur um sie sofort wieder zurückzuziehen. Empfindlich oder achtsam? Jedenfalls ist das kein Wasser, das ich auf der nackten Haut spüren möchte. Innerlich schüttle ich mich, versuche das Wasser abzuschütteln, obwohl es längst von meiner Hand gelaufen ist. Sie ist immer noch kalt. 

Als das Wasser schließlich warm genug ist, kann ich gar nicht genug bekommen davon, den Tropfen zuzusehen, wie sie meinen Arm und dann meine Hand hinunterlaufen. Wie angenehm das ist – obwohl es wieder Wasser ist. So gleich und doch so verschieden. 


Lachen, bis die Tränen kommen

Unser Hundebaby ist immer für Überraschungen gut: heute überrascht sie mich so, dass ich mir vor lauter Lachen die Tränen laufen. Ich halte mir den Bauch, diesmal kein Eiswürfel, und doch zieht sich mein Bauch zusammen, meine Atmung wird unregelmäßig. Hier hilft kein Innehalten und ruhig atmen. Ich schaffe es einfach nicht. Immer wieder bahnt sich diese Freude einen Weg aus mir heraus und ich muss wieder lachen. 

Ich halte mir den Bauch und bemerke zunächst nicht, wie mir die Tränen laufen. Vor lauter Lachen. Es wird auf einmal nass in meinem Gesicht. Tropfen laufen meine Wangen hinunter – und auch das kitzelt. Wassertropfen in meinem Gesicht. 


Schweiß auf der Stirn: emotionales Wasser

Wie das Leben so spielt – das süße Hundebaby, das mir so viel Freude beschert hat, geht auf ein Abenteuer. Ein Abenteuer jenseits des Zauns, auf das Nachbargrundstück. Ich rufe und locke. Aber das Abenteuer ist attraktiver als meine Stimme. Hier gewinnt mein innerer Kritiker die Oberhand: „Was, wenn sie noch ein paar Grundstücke weiter läuft?“, „Wie soll ich sie zurückholen?“, „Das schaffe ich nicht!“  Dagegen hat meine liebevolle Stimme keine Chance, ich höre sie nicht. Mir stehen Schweißtropfen auf der Stirn. 

Wieder läuft salziges Wasser mein Gesicht hinunter. Wieder bemerke ich es erst als ich die Bewegung auf der Haut spüre. Aber diesmal kitzelt es nicht. Sonderbar. So gleich, und doch so verschieden. Schon wieder. 

Das wundert mich. 


Eiskristalle & Metamorphose

Das Hundebaby ist wieder da. Alles gut, ich atme durch. Mir ist heiß. Um mich herum Schnee. Ich folge einem Impuls und greife hinein. Kurz davor mir die Stirn zu kühlen. Um durchzuatmen, abzukühlen.
Im letzten Moment halte ich inne. Ich spüre in der Hand, wie kalt der Schnee ist. Vielmehr: jetzt schaue ich genauer und stelle fest, dass es gar nicht so sehr Schnee ist, was ich in Händen halte. In den letzten Tagen hat es immer wieder leicht getaut, dann gefroren. Unentschlossen eben. Und so ist auch der Schnee unentschlossen. Sieht weiß aus, bedeckt die Erde, Pflanzen und Steine. Und doch ist es eher Eis als Schnee – von Nahem durchsichtig. Hart. Keine filigranen Kristalle. 

Ich balanciere eine kleine Menge davon auf meinem Finger und beobachte, wie sie zu Wasser wird. Wieder irgendwie unentschlossen – Schnee? Eis? Wasser?

Und wieder spüre ich einen Wassertropfen meine Haut hinunterlaufen. Diesmal den Finger hinunterlaufen.


Spuren in gefrorenem Wasser


Schnee? Eis? Fest ist das Wasser jedenfalls. Das Hundebaby hat Spuren hinterlassen auf dem Abenteuer. Im Schnee vielmehr. Im Wasser, das dort seine Form behält, wo sie hingetreten ist.


„Ist das nicht magisch?“ fragt meine liebevolle innere Stimme. „Das ist absoluter Quatsch!“ sagt mein innerer Kritiker.
Ich stehe zwischen beiden und versuche nicht zuzuhören. Zu spannend ist es, die Fußspuren im Wasser zu betrachten. Wieder schleicht sich ein Lächeln auf mein Gesicht. 


Was hast du heute erlebt? Gab es einen achtsamen Moment, vielleicht mit Wasser, der dir ein Lächeln geschenkt hat?
Schreib mir, ich würde so gern davon lesen. 

Deine Christina. 


Du möchtest dir Pausen ohne Schuld erlauben? Zur Ruhe kommen? Erholsam schlafen?


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