Meine Texte brauchen Geschichten
Heute habe ich bei einem „Co-Writing“ mitgemacht. Ein lockerer Treff von Frauen, die am späten Montagvormittag schreiben. Gemeinsam.
Maria Squarra hat ein Thema mitgebracht: Storytelling.
Das ist das magische Wort in der Online-Welt. Der Gold-Standard, wenn Schreibende wollen, dass ihre Texte gelesen werden: erst einmal eine Beziehung aufbauen. Die Idee ist, wenn du mich erstmal etwas kennengelernt hast, weißt du, wie ich denke. Und: wenn ich meine Texte mit einer Geschichte anfange, die du aus eigener Erfahrung kennen könntest – wie meine Tasse Kaffee im Café, die schon so oft als Anfang meiner Texte herhalten musste -, dann kannst du dich besser in meine Situation hineinversetzen. Dann ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass du dich angesprochen fühlst, dranbleibst und weiterliest.
Das ist die Theorie.
Und so liest man im Internet oft, dass Menschen Probleme haben, mit dem Schreiben, dass sie Probleme haben, einen persönlichen Einstieg zu finden in das, was sie sagen wollen.
Ich vermute, dass das tendenziell Menschen sind, die über eher technische Themen schreiben. Tipps & Tricks zur Websiterstellung oder „Wie programmiere ich xy?“
Nehme ich an.
Das ist meine Praxis.
Denn in meiner Praxis sieht es eher so aus, dass der Text sich aus der Einstiegssituation entwickelt, aus meiner Tasse Kaffee zu dieser oder jener Gelegenheit.
Für mich sind Texte ohne Storytelling einfach nicht denkbar. Und hier bin ich sicher: es liegt an meinem Thema. An meiner Mission Pause in die Welt zu tragen.
Denn Pause ist zwar nur ein Wort. Aber die Bedeutung kann für uns alle nicht unterschiedlicher sein. Es gibt so viele Arten von Pause, abhängig von deinen Bedürfnissen, von der konkreten Situation, davon, was du im Allgemeinen über Pause denkst und gelernt hast – und schließlich unter welchen Umständen du dir Pause erlaubst.
Pause ist so individuell wie du und ich.
Und deshalb gibt es nicht das eine oder andere Pausenkonzept, das ich für uns alle in die Welt tragen kann.
Ich kann nur immer wieder über die verschiedenen Aspekte von Pause und verschiedene Perspektiven auf Pause schreiben. Ich kann dir verschiedene Impulse näherbringen, die du dir zu eigen machen kannst, oder eben nicht. Du nimmst die, die zu dir passen.
Und ich erzähle die, die mir auffallen.
In Situationen, die ich erlebe. Oder in Gesprächen, die ich führe.
Es ist alles meine Sicht der Dinge – die kann ich gar nicht abstrakt wiedergeben. Dafür braucht es immer Kontext: Wenn du beispielsweise in der Produktion arbeitest und am Fließband vor dir immer neue Arbeit auftaucht, ist es vielleicht keine gute Idee, einen Moment die Augen zu schließen und innezuhalten.
Wenn du aber Klavierlehrerin bist, kannst du deinen Schülern genau das beibringen: dass eine winzige Pause, ein Moment des Innehaltens aus einem Stück deine ganz eigene Musik wird. Wie magisch ist das?
Deine ganz eigene Pause
Dieselbe Pause in unterschiedlichem Kontext hat ganz unterschiedliche Resultate.
Und auch dafür finde ich es unentbehrlich, dass ich dir zu Beginn meiner Texte erzähle, wie ich genau zu diesen Gedanken gekommen bin.
Und weil ich am besten meine Sicht der Dinge auf Pause, auf die Notwendigkeit von Pause und verschiedene Herausforderungen im Zusammenhang mit Pause erzählen kann, und weil ich gleichzeitig sicher bin, dass es noch ganz andere Perspektiven gibt, die dringend erzählt werden wollen, werde ich in den nächsten Wochen ein neues Format kreieren:
Perspektiven auf Pause.
Pause ist so individuell wie du und ich – deshalb kann ich gar nicht alles allein erzählen.
Darum werde ich ganz unterschiedliche Menschen einladen, über ihre Sicht auf Pause, auf Herausforderungen und Pausenmomente zu schreiben.
Es wird ein buntes Format mit vielen unterschiedlichen Texten. Mit vielen persönlichen Texten.
Und ich bin sicher, es werden Texte mit ganz viel Storytelling. Denn Perspektiven auf Pause sind Geschichten, die erzählt werden wollen. So wird ein noch bunteres Bild entstehen und wir werden alle voneinander lernen.
Ich freue mich drauf.
Dieser Text ist entstanden während der Blog-Lounge im August 2026. Maria Squarra lädt einmal im Monat zu diesem Co-Writing ein.
Danke für das Thema und die Inspiration zu diesem Text.








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