X Zwischenräume im Alltag
Christina Reinisch | Stimme für Pause
Auch kurze Momente können uns einladen, einmal durchzuatmen. Und manchmal werden aus Momenten Minuten, in denen wir uns kurz in den Wind setzen und eine kleine Pause genießen können – mehr dazu in meiner Warteschleifen-Pause „Freizeichen – Pausen, die schon da sind“.
Hier findest du eine Sammlung von Alltags-Momenten, in denen Raum entsteht – wie beim Freizeichen am Telefon.
1. Wenn wir warten müssen
- Das Freizeichen oder die Warteschleife am Telefon.
- An der roten Ampel.
- Auf den Bus, die Bahn oder den Fahrstuhl warten.
- An der Supermarktkasse in der Schlange stehen.
- Wenn die Bahnschranke geschlossen ist.
- Im Wartezimmer, bevor du aufgerufen wirst.
- Wenn du im Restaurant bestellt hast und auf dein Essen wartest.
- Wenn ein verspäteter Zug deinen sorgfältig geplanten Ablauf unterbricht.
2. Wenn etwas ohne uns weiterläuft
- Während der Wasserkocher das Wasser erhitzt.
- Wenn der Tee zieht.
- Während der Backofen vorheizt.
- Während die Waschmaschine läuft.
- Während ein Update installiert wird.
- Wenn der Drucker seine Arbeit erledigt.
- Wenn eine Datei hochgeladen wird.
3. Wenn jemand anderes am Zug ist
- Wenn du eine wichtige E-Mail abgeschickt hast und nun auf eine Antwort wartest.
- Wenn in einer Videokonferenz jemand kurz technische Schwierigkeiten behebt.
- Wenn du eine Aufgabe übergeben hast und jemand anderes daran weiterarbeitet.
- Wenn du beim gemeinsamen Kochen deinen Teil erledigt hast und dein Gegenüber noch beschäftigt ist.
- Wenn jemand eine Entscheidung treffen muss, bevor du weitermachen kannst.
- Wenn du eine Frage gestellt hast und die Antwort noch nicht da ist.
4. Wenn etwas zu Ende geht
- Wenn du ein Buch zuklappst und noch einen Moment über das Gelesene nachdenkst.
- Wenn du eine Aufgabe abgeschlossen hast, aber die nächste noch nicht begonnen hast.
- Wenn du nach Hause kommst und die Tür hinter dir schließt.
- Wenn ein Online-Meeting früher endet als geplant.
- Wenn du den Laptop zuklappst und noch einen Augenblick sitzen bleibst.
- Wenn ein Besuch gegangen ist und wieder Ruhe einkehrt.
5. Wenn etwas nicht nach Plan läuft
- Wenn ein plötzlicher Regenschauer dich unter ein Dach flüchten lässt.
- Wenn du etwas vergessen hast und deinen Weg unterbrechen musst.
- Wenn du dich verläufst und erst einmal neu orientieren musst.
- Wenn ein Termin kurzfristig abgesagt wird.
- Wenn eine Website nicht erreichbar ist.
6. Wenn das Leben sein eigenes Tempo vorgibt
- Wenn der Hund ausgiebig an einer Stelle schnuppert.
- Wenn ein Kind unbedingt etwas zeigen möchte und deine Aufmerksamkeit braucht.
- Wenn du einen Menschen begleitest, der langsamer unterwegs ist als du.
- Wenn eine Katze beschließt, dass dein Schoß jetzt ihr Platz ist.
- Wenn du auf einem Spaziergang plötzlich stehen bleibst, weil dich etwas überrascht.
- Wenn du am Fenster einen Vogel beobachtest.
7. Die ganz unscheinbaren Zwischenräume
- Wenn du den nächsten Satz noch nicht gefunden hast.
- Wenn du zwischen zwei Tätigkeiten kurz innehältst.
- Wenn du nach einem anstrengenden Gespräch erst einmal schweigst.
- Wenn du einen Raum betrittst und dich kurz orientierst.
- Wenn du auf eine Inspiration wartest, statt sie erzwingen zu wollen.
- Wenn du morgens wach bist, aber noch nicht aufstehen möchtest.
- Wenn du abends im Bett liegst und der Tag bereits hinter dir liegt.
Jetzt bist du dran.
Welche kleinen Freizeichen-Zwischenräume entdeckst du in deinem Alltag?
Schreib deine Ideen gern in die Kommentare. Ich ergänze die Sammlung nach und nach. So finden wir gemeinsam immer mehr Pausen, die längst da sind.

Christina Reinisch | Stimme für Pause









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